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Wasserenergie
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Die Wasserkraft spielt in der schweizerischen Energieproduktion mit einem Anteil von rund 57% eine bedeutende Rolle. Die Speicheranlagen sind zudem wichtige Elemente für die kurzfristige Energiebereitstellung und für die Umlagerung der Erzeugung vom Sommer- in das Winterhalbjahr. Dank der Speichermöglichkeiten spielt die Schweiz als Spitzenstromlieferant eine zentrale Rolle im europäischen Netzverbund. Die Wasserkraft ist unsere wichtigste einheimische, CO2-freie Energiequelle.

Die Wasserkraftnutzung schafft zudem Arbeitsplätze und liefert über verschiedene Abgaben und Steuern wesentliche Beiträge vor allem an die Berggemeinden und Gebirgskantone.

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz mit ihrem Wasserkraftanteil an der Stromerzeugung hinter Norwegen, Österreich und Island an vierter Stelle.

Der hydraulische Kraftwerkspark der Schweiz besteht zurzeit aus 532 Zentralen (Leistung ab Generator von mindestens 300 kW) mit einer maximalen Leistung von 13'422 MW und einer jährlichen Produktionserwartung von 35'480 GWh. Haupteinzugsgebiete sind der Rhein mit den Zuflüssen Aare, Reuss und Limmat sowie die Rhone, wo sich 465 Zentralen befinden.

Als grösste Produzenten treten die beiden Gebirgskantone Wallis und Graubünden auf, die zusammen mit rund 17 TWh beinahe die Hälfte der Wasserkraftproduktion ausweisen.

In der Statistik der Wasserkraftanlagen der Schweiz (WASTA) werden vier Kraftwerktypen unterschieden: Laufkraftwerke (3'658 MW, 16'493 GWh), Speicherkraftwerke (8'065 MW, 17'394 GWh), Pumpspeicherkraftwerke (1'384 MW, 1'594 GWh) und reine Umwälzwerke (316 MW).

Die Grosswasserkraft (Anlagen über 10 MW) erzeugt einen Anteil von rund 90% der gesamten schweizerischen Wasserkraftproduktion.

Wasserkraft
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Die Schweiz bietet dank ihrer Topographie und beträchtlichen durchschnittlichen Niederschlagsmengen ideale Bedingungen für die Wasserkraftnutzung. Nachdem gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Ausbau der Wasserkraftnutzung begonnen hatte, setzte zwischen 1945 und 1970 eine eigentliche Blütezeit ein, während der im Unterland zahlreiche neue Laufkraftwerke und auch die grössten Speicheranlagen erstellt wurden.

Noch zu Beginn der 1970-er Jahre stammten auf der Basis der mittleren Produktionserwartung fast 90% der inländischen Stromproduktion aus Wasserkraft. Dieser Anteil nahm durch die Inbetriebnahme der schweizerischen Kernkraftwerke bis 1985 auf rund 60% ab und liegt heute bei rund 57%. Nach wie vor ist die Wasserkraft damit unsere wichtigste einheimische Quelle erneuerbarer Energie.

Der Wasserkraftwerkspark der Schweiz besteht heute aus 532 Zentralen (Kraftwerke mit einer Leistung von mindestens 300 kW), welche pro Jahr durchschnittlich rund 35'500 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren. Davon werden rund 47% in Laufwasserkraftwerken, 49% in Speicherkraftwerken und rund 4% in Pumpspeicherkraftwerken erzeugt. Zwei Drittel dieser Energie stammen aus den Bergkantonen Uri, Graubünden, Tessin und Wallis. Beachtliche Beiträge liefern auch die Kantone Aargau und Bern. Aus Zentralen internationaler Wasserkraftanlagen an Grenzgewässern stammen rund 10% der schweizerischen Wasserkrafterzeugung.

Die Wasserkraftnutzung hat ein Marktvolumen von gegen 2 Milliarden Franken (bei 5 Rp./kWh ab Werk) und stellt somit einen wichtigen Zweig der schweizerischen Energiewirtschaft dar.

Der Bund will die Wasserkraftnutzung in Zukunft mit verschiedenen Massnahmen verstärkt fördern. Bestehende Werke sollen erneuert und unter Berücksichtigung der ökologischen Anforderungen ausgebaut werden, um so das realisierbare Potenzial zu nutzen. Instrumente hierfür sind die kostendeckende Einspeisevergütung für Wasserkraftwerke bis zu einer Leistung von 10 Megawatt sowie die im Aktionsplan "Erneuerbare Energien" vorgesehenen Massnahmen zur Förderung der Wasserkraft. Quantitatives Ziel bis 2030 ist eine Steigerung der mittleren Produktionserwartung durch Um- und Neubauten um mindestens 2'000 GWh gegenüber dem Stand des Jahres 2000.

Das Bundesamt für Energie befasst sich sowohl mit den energiepolitischen Fragen der Wasserkraft (Förderung, Strategien, Perspektiven) als auch mit den technischen Fragen sowie Sicherheitsaspekten. Das Bundesamt für Umwelt BAFU ist für die umweltrelevanten Aspekte (Restwasser, Gewässerschutz) zuständig.

Quelle: ã Bundesamt für Energie BFE
New Energie CH
Aktuelle Konzepte der heutigen Energie
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